Engagement für den Motorsportnachwuchs - Julien Apothéloz

Engagement für den Motorsportnachwuchs - Julien Apothéloz

Der erstmalige Start bei den berühmten 24 Stunden von Spa, dem dritten Lauf zum Endurance Cup der GT World Challenge Europe in Belgien, war für Julien Apothéloz ein eindrucksvolles Erlebnis. Schon die Zielankunft ist bei diesem harten Rennen ein Erfolg.

Nicht weniger als 58 Sportwagen starteten am Samstag, 31. Juli, um 16.30 Uhr zum grössten und wichtigsten GT3-Rennen des Jahres. Darunter der vom Team Allied-Racing eingesetzte Porsche 911 GT3 R mit dem Zürcher Julien Apothéloz. Diesmal löste sich der 20-jährige mit dem Deutschen Lars Kern, dem Dänen Bastian Buus und dem Franzosen Arno Santamato, der jedoch nur ein Stint fuhr, am Steuer ab. Kern ist Test- und Entwicklungsfahrer von Porsche, der dem deutschen GT3-Einsteigerteam dank seiner Erfahrung wertvolle Inputs für die Abstimmungsarbeiten des Rennfahrzeugs geben konnte. Von der 46. Position gestartet, arbeitete sich das Quartett ohne grössere technische und fahrerische Probleme in dem teilweise von Regen beeinträchtigten Marathon bis ins Ziel auf den 27. Gesamtrang vor. Dies ergab den neunten Platz im stark besetzten Silver Cup. Für Julien Apothéloz war das Resultat weniger wichtiger als der mit der erfolgreichen Zielankunft gewonnene Lerneffekt. «Es war ein wahnsinniges Erlebnis und das bisher eindrucksvollste Rennen meiner Karriere. Wir lernten alle viel dazu, ich als Fahrer und speziell auch das gesamte Team, das 2021 ja seine erste GT3-Saison bestreitet. Wir haben uns im Verlauf des Wochenendes fest gesteigert, und ich befand mich zum Schluss von der Pace her auf dem Niveau der schnellsten Porsches.»

Im Vergleich zu anderen Marken waren die Porsche GT3 R diesmal nicht bei den schnellsten Fahrzeugen, was mit der Einstufung der unterschiedlichen Hersteller zusammenhängt. Beim nächsten Mal kann dies wieder ändern. Daher zieht Julien Apothéloz viel Positives aus diesem Rennen. «Wir werden das vergangene Wochenende wie immer genaustens analysieren und schauen, dass wir uns für die verbleibenden Rennen weiter steigern können. Dank Lars Kern haben wir gute Referenzen, um die Fortschritte zu beurteilen. Daher freue ich mich bereits auf den nächsten Einsatz.»

Dieser erfolgt am letzten August-Wochenende in Brands Hatch. Beim vierten Sprintevent der GT World Challenge Europe 2021 wird sich Apothéloz den Porsche von Allied-Racing wie schon anfangs Juli in Misano mit dem österreichischen Porsche-Vertragsfahrer Klaus Bachler teilen. «Es ist toll, mit einem absoluten Top GTPiloten wie ihm zu fahren und mich zu vergleichen. Dadurch kann ich für meinen weiteren Weg als Rennfahrer nur lernen.»

Website Julien Apothéloz