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Nach dem Zweiten Weltkrieg sah sich Alfa Romeo, einst Hersteller exklusiver, handgefertigter Sportwagen für eine elitäre Kundschaft, mit einem zerstörten Werk und einer geeschwächten europäischen Wirtschaft konfrontiert, und selbst sein erstes Serienmodell, der Alfa Romeo 1900 aus dem Jahr 1950, fand nur schwer Abnehmer. Die Lösung war die Giulietta, die 1954 auf dem Turiner Autosalon als elegantes Sprint-Coupé von Bertone vorgestellt wurde und bald durch die viertürige Giulietta Berlina sowie Pinin Farinas atemberaubenden Giulietta Spider ergänzt wurde - alle angetrieben von einem ausgeklügelten, drehzahlfreudigen 1'290-ccm-Doppelnockenwellenmotor. Mit fast 177'000 gebauten Exemplaren wurde die Giulietta zu einem durchschlagenden Erfolg, der Alfa Romeo vor dem Bankrott rettete, während der seltene Giulietta Spider Veloce mit zwei Weber-Vergasern und 90 PS bei einem Fahrzeuggewicht von knapp über 850 kg eine Höchstgeschwindigkeit on 180 km/h erreichte und zu den schnellsten Strassenfahrzeugen der 1950er-Jahre zählte.
Im Jahr 1959 sorgte die Giulietta "Tipo 101" für mehr Zuverlässigkeit und erhielt einen etwas längeren Radstand von 2'250 mm, feststehende Seitenfenster sowie grössere Rückleuchten, bevor die Giulia von 1962 den Hubraum auf 1'570 ccm erhöhte, um ein stärkeres Drehmoment im unteren Drehzahlbereich zu erzielen, und mit Scheibenbremsen an der Vorderachse ausgestattet wurde. Optisch unterscheidet sich die Giulia lediglich durch die Wölbung der Motorhaube, die Platz für den höheren Motor schaffen musste, sowie durch geringfügige Änderungen im Innenraum. Die Giulia Spider Veloce verfügte über dieselben Leistungsverbesserungen und leistete 112 PS bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Zwischen 1964 und 1966 wurden nur 1'091 Exemplare des Giulia Spider Veloce produziert.
Dieses aussergewöhnliche Exemplar ist aus mehreren Gründen etwas ganz Besonderes. Es wurde am 3. März 1965 in Arese fertiggestellt und in Frankfurt am Main, Deutschland, verkauft. Im Jahr 1979 wurde das Fahrzeug nach Indiana in den USA exportiert, wo es bis 2013 im Besitz eines einzigen Eigentümers blieb. Danach wurde es nach Europa zurückgebracht.
Was dieses Fahrzeug absolut herausragend macht, ist die Qualität der Restaurierung, die von 2017 bis 2019 durchgeführt wurde und bei der wahrhaft keine Kosten gescheut wurden. Bei Exemplaren dieses Modells wird aufgrund ihres Wertes meist nur eine kosmetische Restaurierung vorgenommen, nicht jedoch bei diesem Fahrzeug. Das Fahrgestell wurde bis auf das blanke Metall abgeschliffen, die inneren Seitenschweller und Bodenbleche wurden komplett neu aufgebaut, und alle Karosserieteile wurden akribisch überarbeitet, was zu einer perfekten Blechoberfläche und passgenauen Spalten führte. Die gleiche Liebe zum Detail wurde auch bei allen mechanischen Komponenten angewandt, die wieder in den neuwertigen Zustand versetzt wurden. Der Motor und seine Leistung wurden komplett überholt. Diese Giulia Spider Veloce ist wohl das beste Exemplar, das heute existiert.
Es präsentiert sich heute in seiner originalen, Matching Colours Farbkombination Celeste mit einer Nero-Innenausstettung und einem Matching Numbers Motor. Er verfügt über ein Alfa Romeo Heritage-Zertifikat sowie eine umfassende Dokumentation seiner gründlichen Restauration.
Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zu dieser Alfa Romeo Giulia 1600 Sprint Veloce.
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